Die Initiative

Die Initiative

Es tut sich etwas in der deutschen Chemie- und Life Science-Start-up-Szene. Und das ist wichtig, denn Start-ups sind Treiber der Innovation: Chemie-Start-ups entwickeln neue Materialien und Technologien, die z.B. für die Energiewende dringend benötigt werden, oder sie bringen die Digitalisierung in die Prozessindustrie. Life Science-Start-ups entdecken neue Diagnose- oder Behandlungsverfahren für die Medizin oder treiben durch Datenbanken und Plattformmodelle die digitale Forschung voran. Auch neue Geschäftsmodelle, die Partnerschaften entlang der F&E- oder Wertschöpfungskette ermöglichen, treiben den Fortschritt in der Chemie und den Life Sciences voran.

Beim CHEManager Innovation Pitch erhalten Gründer, Jungunternehmer und Start-Ups aus der Branche die Möglichkeit, ihre Idee, bzw. ihr neu gegründetes Unternehmen einer breiten Expertenleserschaft zu präsentieren und so neue Kontakte mit potenziellen Investoren, Entwicklungspartnern und Kunden zu knüpfen.

Der Wettbewerb

Der CHEManager Innovation Pitch ist nicht nur eine Präsentationsplattform für Start-ups in den monatlichen Printausgaben des CHEManager und auf dieser Plattform, sondern auch ein Wettbewerb. Denn unter den jährlich 12 Start-ups, die es in den CHEManager Innovation Pitch schaffen, wählt eine Jury aus Experten von mit der Chemie- und Life Science-Branche verbundenen Organisationen und Unternehmen einen Jahressieger aus. 

Präsentiert Euer Start-up

Als etablierte Kommunikations- und Informationsplattform bietet CHEManager Start-ups Zugang zu potenziellen Partnern und Investoren und schafft durch das Netzwerk eine breite Präsenz in der Öffentlichkeit. Ihr seid Unternehmensgründer*in und habt ein Start-up in der Chemie- und Life Science-Branche gegründet? Dann bewerbt Euch bei uns und präsentiert Euer Konzept im Rahmen des CHEManager Innovation Pitch:
chemanager@wiley.com | +49 (0)6201 606 522.

Pitch des Monats | Februar 2021

EpiQMAx: Service zur Detektion und Quantifizierung von Proteinen und Histon-Modifikationen

Grundlage der Epigenetik sind Veränderungen an den Chromosomen, die sich auf die Aktivität von einzelnen oder mehreren Genen auswirken. Die wichtigsten epigenetischen Veränderungen in einem Organismus umfassen die DNA-Methylierung und Histon-Modifikationen. Histone sind von essenzieller Bedeutung für die Verpackung der DNA und die Expression mancher auf ihr codierten Gene. Das Münchener Start-up EpiQMAx, ein Spin-off der Ludwig-Maximilians-Universität, bietet einen Service für die Detektion und Quantifizierung von Proteinen und Histon-Modifikationen und will damit Pharmaunternehmen, Kliniken und Institutionen bei der Entwicklung von epigenetischen Medikamenten unterstützen. Michael Reubold befragte die Gründer, Victor Solis und Moritz Völker-Albert, zu den Anwendungsgebieten der Technologie sowie ihrem Geschäftsmodell und ihren Zielen.






Business Idee

Die EpiQMAx-Plattform ist darauf ausgerichtet, schnell, robust und spezifisch epigenetische Modifikationen zu messen. Dazu hat das Start-up ein Kit entwickelt, mit dessen Hilfe die Proben schnell und standardisiert prozessiert werden können. Danach werden die Proben auf einem Massenspektrometer gemessen, das in der Lage ist, sehr sensitiv viele Modifikationen gleichzeitig in einer Probe zu analysieren. 

Um die Daten zu visualisieren, hat die Plattform eigene Softwareprogramme aufgesetzt. Die Entwicklung dieses dreistufigen Verfahrens deckt den gesamten Prozessfluss der Analytik ab und bedient damit Biomarkerunternehmen oder Pharmaunternehmen in der Medikamentenentwicklung. 

Die EpiQMAx-Plattform basiert auf langjähriger akademischer Erfahrung und kombiniert biologische und bioinformatische Prozesse. Das eigens entwickelte Kit bietet den Vorteil, sehr standardisiert Proben vorbereiten zu können und die benötigten Probenmengen um einen Faktor 100 zu reduzieren. Außerdem können mehrere Modifikationen gleichzeitig gemessen und somit Kombinationen von Modifikationen aufgedeckt werden. Das ist besonders bei der Suche nach neuen Biomarkern von Vorteil. Und schließlich werden intuitive Softwareprogramme verwendet, um die Daten der Kunden greifbar zu machen.

Interview, Highlights & Roadmap

CHEManager: Wie begann die Geschichte von EpiQMAx, wie entstand die Idee für das Start-up?
Moritz Völker-Albert: Bereits in meinem Studium habe ich mich gezielt mit dem Thema Chromatin und der Technik der Massenspektrometrie befasst. Beide Forschungsbereiche spielten anschließend im Rahmen meiner Promotion in Biochemie an der LMU eine zentrale Rolle. Als dann 2017 eine Anfrage aus der Privatwirtschaft für eine epigenetische Massen­spektrometrieanalyse an mich herangetragen wurde, lag die Idee einer Unternehmensgründung nahe und die Umsetzung hat sich bis heute erfolgreich entwickelt.

Sie wollen die Entwicklung von epigenetischen Medikamenten unterstützen. Was ist Ihre Kernkompetenz?

Viktor Solis: Unsere Technologieplattform ermöglicht die Analyse von Histon-Modifikationen, die einen wich-
tigen Teil der epigenetischen Regulation darstellen. Dabei unterscheidet sich unsere Technologie von Wettbewerbslösungen durch hohe Sensitivität, Selektivität und Schnelligkeit. Insgesamt können wir damit einen wichtigen Beitrag bei der Detektion von neuen Biomarkern leisten. Und darüber hinaus ist die Technologie besonders dafür geeignet, potenzielle Nebeneffekte von epigenetischen Medikamenten zu messen. Das spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von neuen Krebsmedikamenten.


Highlights & Roadmap

EpiQMAx ist ein innovatives Spin-off des BioMedical Center der Ludwig-Maximilians-Universität
München. Gegründet wurde das Start-up von Moritz Völker-Albert und Victor Solis. Seit 2018 entwickelt das Team ein Analyseverfahren zur Detektion von epigenetischen Modifikationen. Dafür hat es eine Plattformtechnologie bestehend aus Probenvorbereitungs-Kit, Massenspektrometrieanalyse und Datenvisualisierung aufgesetzt.
Seitdem hat EpiQMAx zu einer Reihe von Fortschritten auf diesem Gebiet beigetragen und klinische Daten zu diesem Thema veröffentlicht. Nun will sich das Start-up in 2021 verstärkt mit dem Thema künstliche Intelligenz befassen und KI-Algorithmen in die Datenauswertung integrieren.

Next...

2021

  • Automatisierung der Probenvorbereitung
  • Anwendung von künstlicher Intelligenz und und KI-Algorithmen für die Datenauswertung

2022

  • Etablierung der Technologie als Companion-Diagnostik für epigenetische Medikamente   
  • Internationalisierung & Strategische Partnerschaften mit klinischen Forschungsorganisationen


Lesen Sie das ausführliche Interview, die Bio des Gründers und weitere Facts über EpiQMAx auf CHEManager.com.

Pitch Collection

Innovation Pitch 2020

Eine Expertenjury hat aus 22 Start-ups aus sieben Ländern, die 2020 die Chance erhielten, sich im Rahmen der CHEManager Innovation Pitch-Initiative vorzustellen, drei Sieger bestimmt. Ermittelt wurde je ein Gewinner in den Kategorien “Value to Society”, “Value to Industry” und “Value to Sustainability”.

Die Preisträger sind: 

  • Affix Labs in der Kategorie “Value to Society”
  • Senorics in der Kategorie “Value to Industry”
  • Caphenia in der Kategorie “Value to Sustainability”


Hier findet Ihr alle weiteren Start-ups, die wir 2020 in CHEManager und CHEManager International vorgestellt haben.

Partner

 





Events

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